Mit Strohpellets zu günstigerer Entsorgung

Für viele Pferdebesitzer und Stallbetreiber stellt sich nicht nur die Frage nach der besten Einstreu für die Pferdeboxen, sondern auch danach, wie der entstehende Mist entsorgt werden kann. Insbesondere für die, die nicht selbst über größere Flächen Weide- oder Ackerland verfügen, ist die Möglichkeit, den Mist an landwirtschaftliche Betriebe abzugeben, wichtig. Für die landwirtschaftlichen Betriebe jedoch kommt es auf die Zusammensetzung und die möglichst gute Kompostierbarkeit an. Interessant sind für die Verwender die enthaltenen Nährstoffe: 8.5 Tonnen Exkremente jährlich können bis zu 60 kg Nitrogen (N), 10 kg Phosphor (K2O) und 17 kg Pottasche (P205) enthalten, wobei die Zusammensetzung große Schwankungsbreiten aufweist und insbesondere auch von der verwendeten Einstreu abhängt. Dies wiederum bestimmt dann den Wert als Düngemittel.

Man muss davon ausgehen, dass ein Pferd von ungefähr 500-600 kg Gewicht etwa 25 kg reine Ausscheidungen produziert. Dazu kommt die Masse der Einstreu, die beim Entfernen dieser Ausscheidungen mit entsorgt werden muss.

  • Loses Stroh, der Klassiker unter den Einstreu-Alternativen, hat den Vorteil, dass jeder Landwirt sich damit auskennt und keine Probleme hat, damit umzugehen. Jedoch muss beim Ausmisten der Ställe täglich ein nicht unbeträchtlicher Teil der Einstreu ausgewechselt werden, was zu einem höheren Anfall von Mist führt und oft zu Lager- und Abnahmeproblemen führen kann.
  • Sägemehl und Holzspäne sind bei Stallbesitzern sehr beliebt, weil die helle Farbe den Eindruck von Sauberkeit und Frische gibt. Viele Landwirte sehen dies jedoch anders, weil die Qualität des Materials nicht einzuschätzen ist, auch Verunreinigungen durch Farben etc. nicht erkennbar sind und die Kompostierbarkeit im Vergleich zu Stroh, erst recht aber im Vergleich zu Strohpellets, wesentlich schlechter ist. Pro Monat und Pferd fallen etwa 14-15 cbm Mist an – sicher weniger als bei Stroh, aber immer noch recht viel.
  • Holzpellets haben einerseits ähnliche Probleme bei der Kompostierbarkeit und den Inhaltsstoffen, mit ca. 9,6 cbm pro Pferd und Monat reduziert sich die Menge schon erheblich.
  • Strohpellets jedoch bieten beide Vorteile: mit einer Menge von etwa 9 cbm pro Pferd und Monat liegt der Anfall von Mist am niedrigsten. Hinzu kommt, dass die Strohpellets noch bessere Werte bei der Kompostierbarkeit bieten, als das einfache Stroh, jedoch keinen der Nachteile der Holzprodukte aufweisen.

Bei der Bewirtschaftung muss vor allem auch darauf geachtet werden, dass der Mist günstig gelagert wird. Anders als früher, wo jeder Stall irgendwo einen mehr oder weniger großen Misthaufen aufwies, ist heute vieles zu bedenken: weder sollen Nachbarn oder Stallnutzer einer Geruchsbelästigung ausgesetzt werden, noch darf das Grundwasser verunreinigt werden. Unsachgemäße Lagerung zieht auch Ungeziefer aller Art an, was dann sich wieder ungünstig auf die Gesundheit der im Stall stehenden Pferde auswirken kann.

Auch hier schneiden die Strohpellets wieder gut ab, da ihre Saugkraft hoch ist und sie eine bessere Absorptionsfähigkeit für Ammoniak aufweisen als die anderen Arten von Einstreu: Bei Stroh geht man von einer Saugkraft von 1,2 l pro kg aus, bei Hobelspänen von 2,6 l pro kg, bei Holzpellets von 2,28 l, und bei Lucky Hooves Strohpellets von 4,4 l pro kg. Damit reduziert sich der entstehende Geruch wesentlich. Außerdem führt die besonders gute Kompostierbarkeit dazu, dass der Mist schnell soweit verrottet, dass er nutzbringend auf dem Feld und den Wiesen verwendet werden kann. Damit reduziert sich die erforderliche Lagerfläche für die Dauer der Kompostierung gegenüber der Verwendung anderer Einstreu merklich. Durch die höhere Saugkraft ist auch die Konzentration der Näherstoffe höher, was den Mist aus Strohpellets für die Landwirte ergiebiger macht.

Strohpellets sorgen also dafür, dass weniger Mist anfällt, er weniger Geruch verursacht und trotzdem von den Landwirten besonders gerne abgenommen wird.