Welches ist die beste Einstreu für die Gesundheit des Pferdes?

Viele Pferde verbringen eine beträchtliche Zeit im Stall. Daher sollte ihr Umfeld dort bequem und vor allem nicht gesundheitsschädlich sein. Dabei spielt die Einstreu eine erhebliche Rolle.

Loses Stroh – der Klassiker für die Einstreu – kann ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen

Die Verwendung von losem Stroh, die traditionelle Einstreu, hat insofern Nachteile, als es ausgesprochen viel Staub verbreitet. Das ist schon für Menschen, die im Stall arbeiten, oft unangenehm. Um so mehr aber für die Pferde, die den ganzen Tag dort verbringen. Staub kann Allergien auslösen, aber auch zu Atemwegserkrankungen führen bzw. diese verschlimmern. Hinzu kommt, dass aufgrund der schlechten Saugfähigkeit des Strohs sich unter der Einstreu schnell Feuchtigkeit ansammeln, so dass die Pferdehufe von der ammoniakhaltigen Flüssigkeit angegriffen werden können. Das kann unter anderem ein Auslöser für Mauke oder Hufrehe sein. Dem ist nur durch täglichen Austausch eines großen Teils der Einstreu entgegenzuwirken.

Zudem neigen manche Pferde dazu, an dem Stroh in der Box zu knabbern. Das ist nicht gut, wenn ein Pferd ohnehin zu Übergewicht neigt, kann aber auch krank machen, wenn zwischen dem Stroh Teile von giftigen Pflanzen mit in die Box kommen, oder zu Koliken führen.

Manche Pferdehalter weichen dann auf Leinstroh aus, was von den Pferden weniger gerne gefressen wird – jedoch besteht die Gefahr, dass dort unbehandelter Leinsamen enthalten ist, der auch toxisch wirken kann.

Säge- oder Hobelspäne – eine gute Alternative?

Sehr beliebt bei Stallbesitzern sind Säge- oder Hobelspäne. Durch ihre helle Farbe macht der Stall einen freundlichen, sauberen Eindruck. Leider ist auch hier die Staubentwicklung und die allergene Wirkung beträchtlich. Insbesondere, wenn Fohlen im Stall großgezogen werden, die Sägespäne und kleine Partikel einatmen könnten, sollte diese Art der Einstreu nicht verwendet werden.

Auch bei Säge- oder Hobelspänen besteht die Gefahr, dass entweder Holzarten verarbeitet wurden, die selbst für Pferde ungesunde Auswirkungen haben können, oder das Material in der Werkstatt verunreinigt wurde – Nägel, Glasteile und anderes wurden schon in Holzspänen gefunden.

Auch bei dieser Art von Einstreu ist die Saugwirkung alles andere als zufriedenstellend. Zwar wirkt sie besser als Stroh, jedoch sickert auch hier zu viel Flüssigkeit auf den Stallboden. Hinzu kommt, dass die Pferde nach dem Liegen oft recht staubig aussehen.

In Deutschland wenig gebräuchlich, in anderen europäischen Staaten sehr beliebt, ist Torfmoos. Dessen Saugqualität ist gut, jedoch wirken die Pferde meist ausgesprochen schmutzig.

Strohpellets – für die Gesundheit unserer Pferde

Strohpellets vermeiden die meisten dieser Nachteile. Sie bilden nach dem Zertreten durch die Pferde eine elastische Matratze, auf der die Pferde dann auch bequem liegen können. Dies ist förderlich für Muskeln und Sehnen, aber auch die Haut wird so geschont.

Durch die hohe Saugkraft von über vier Litern pro Kilogramm nehmen sie alle Feuchtigkeit auf, die über Nacht entsteht. Beim Säubern der Box können nasse Stellen dann gezielt entfernt werden und es bleibt keine Feuchtigkeit unter der Einstreu auf dem Boden der Box zurück.

Das Stroh wird bei der Verarbeitung zu Strohpellets vorbehandelt und enthält keine giftigen Bestandteile. Ebenso ist die Staubentwicklung nur minimal, so dass die Pellets auch für Pferde mit Allergien oder Atemwegserkrankungen bzw. einer Veranlagung dazu sehr gut geeignet sind. Die Saugfähigkeit trägt auch dazu bei, dass der Geruch nach Ammoniak sehr gering gehalten wird, was wieder auch für die Atemwege der Pferde wesentlich besser ist.

Gesundheitliche Nachteile bei der Verwendung von Strohpellets sind nicht bekannt; dies ist also die sicherste Art und Weise, einem Pferd den Stallaufenthalt so bequem und gesund wie möglich zu gestalten.

Lucky Hooves Strohpellets